Verantwortung übernehmen

Bürgermeister ist beeindruckt

Bericht der Schülerratssitzung am Graf-Stauffenberg-Gymnasium

von Hannah Gebhardt

Am Dienstag, den 26.2.2019, trafen sich alle Klassensprecher*innen, Mitglieder der SV, die zuständigen Lehrkräfte Herr Gerlach und Frau Mohles, sowie der Flörsheimer Bürgermeister Bernd Blisch zu Schülerratssitzung in der Aula unserer Schule.

Nach einer kurzen Prüfung, ob alle anwesend waren, eröffnete unser Schulsprecher Joshua Azvedo die Sitzung. Zuerst stellt sich der Bürgermeister der Stadt Flörsheim, Bernd Blisch, der seit November letzten Jahres dieses Amt innehat, vor. Er zeigte sich positiv überrascht, dass in diesem Rahmen Schüler*innen die Möglichkeit gegeben sei, über die Projekte der SV informiert zu werden und Einfluss auf sie zu nehmen. Anschließend erwähnte er, dass er vor habe, in Flörsheim einen größeren Wert auf Fair-Trade-Produkte zu legen und sich eventuell eine Partnerschaft zwischen dem alten Friedhof und der Schule vorstellen könne, da viele Schüler*innen sich dort regelmäßig aufhielten. Zudem sprach er eine Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen, Anwohnern und der Polizei im Georg-Schütz Park, besser bekannt als Schneckenpark, an und bat seinerseits Dialogbereitschaft an.

Daraufhin berichtete Frau Müller, dass die Unterschriftenaktion der “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”-AG erfolgreich beendet worden seien und nun neben der Netzwerkaufnahme und der Patensuche auch die geplanten Projekte, wie z.B. die Stolpersteinaktion oder verschiedene Workshops vorbereitet werden könnten.

Anschließend stellte Joshua die aktuellen Projekte der SV vor. Die Mittelstufenparty, bei der etwa 100 Schüler*innen anwesend waren, sei erfolgreich gewesen. Dem Ziel, Öko-Papier an unserer Schule einzuführen, sei die SV insofern näher gekommen, als dass das Projekt von der Schulleitung geprüft worden sei. Allerdings habe bei dieser Entscheidung der Kreis das letzte Wort. Sollte das Projekt genehmigt werden, würde in unserer Schule ausschließlich mit dem “Blauer Engel”-Zertifikat zertifiziertes Papier benutzt werden. In naher Zukunft sollen zudem neue Mülltonnen auf dem Oberstufenhof aufgestellt werden, die es ermöglichen, den Müll nach Restmüll, Plastik und Papier zu sortieren. Gemeinsam mit der Care-AG arbeite man daran, auch die jüngeren Schüler*innen an das Thema heranzuführen.

Aufgrund von Raummangel sei es nicht möglich, die Klassenräume der Mittelstufe, die sich momentan im Oberstufengebäude befinden, in ein anderes Gebäude zu verlegen. Jedoch würden in der Zukunft Aufsichten in den Pausen darauf achten, dass sich die Schüler*innen nicht auf dem Gang aufhalten.

Das Betreten des Geländes der Sophie-Scholl-Schule sei weiterhin verboten. Verstößen werde nachgegangen. Außerdem solle der Raumsäuberungsplan in Zukunft nicht mehr beachtet werden. Die Reinigungskräfte bitten alle Schüler*innen und Lehrer*innen darauf zu achten, dass die Stühle jeden Tag hochgestellt werden. Joshua erwähnte zudem, dass die FridaysForFuture-Demonstrationen nicht offiziell erlaubt werden können, weshalb Schüler*innen, die beschließen, an den Protesten teilzunehmen, mit unentschuldigten Fehlstunden rechnen müssten.

Man versuche zudem, die Probleme mit der Heizung im N-Bau zu beheben.

Im nächsten Jahr werde man versuchen, den Eltern schon früher zu erlauben, die Abi-Plakate aufzuhängen. Dies müsse jedoch zuerst mit der Elternschaft abgesprochen werden. Man plane zusätzlich, beim Kreis Gelder zu beantragen, um Rolläden an allen Fenstern im N-Bau anbringen zu können. Die Türgriffe in den Aufenthaltsräumen würden bald wieder montiert werden.

Frau Mohles wies darauf hin, dass es einige Beschwerden gab, dass die Oberstufenräume nach Freistunden, in denen sich Schüler*innen darin aufhielten, teilweise sehr unordentlich hinterlassen worden seien und appelliert an alle Oberstufenschüler*innen, sich eigenständig gegenseitig auf Verschmutzungen aufmerksam zu machen. Sollte dies nicht möglich sein, müssten die Räume der Oberstufe in den Freistunden wieder geschlossen werden.

In Bezug auf die neue Aufsichtsregelung am Kiosk zog die SV eine positive Bilanz. In Zukunft habe man vor, Abwesenheitsinformationen (z.B. Klassenfahrten, Ausflüge usw.) an die Cafeteria weiterzugeben, damit das Angebot angepasst werden könne.

Da die Informationen zu den Schulsprecherwahlen im letzten Jahr kaum verbreitet worden seien, kündigte die SV an, in Zukunft besser zu informieren und frühzeitig Plakate aufzuhängen. Bei den nächsten Wahlen müsse ein/e neue/r Schulsprecher*in, die Vertreter*innen, Kreisschülerratsdelegierte und Mitglieder der Schulkonferenz gewählt werden.

Anschließend gab es die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Hierbei wurde genauer gefragt, worum es sich bei FridaysForFuture handele. Außerdem wurde bemängelt, dass das Tor neben der Turnhalle meist nach 13 Uhr geschlossen sei, sowie die fehlenden Parkmöglichkeiten kritisiert.

Abschließend gab es die Möglichkeit, sich in kleiner Runde erneut mit dem Flörsheimer Bürgermeister zu unterhalten. Er zeigte ein großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Schüler*innen. Herr Blisch lobte das Engagement der SV und betonte erneut seinen Wunsch nach einer besseren Verständigung zwischen Jugendlichen und der Politik. Als Beispiel nannte er das Ziel, gemeinsam Orte zu finden, an denen Schüler*innen sich in ihrer Freizeit aufhalten könnten, ohne das es zu Konflikten kommt. Er wurde näher nach seinem Ziel befragt, Fair-Trade Produkte in Flörsheim zu fördern. Dabei wünsche er sich auch, dass die Schule sich engagiere. Erste Ideen, wie Fair-Trade-Kaffee im Lehrerzimmer blieben jedoch ersteinmal hypothetisch. Auch die Idee über eine Partnerschaft der Schule mit dem Friedhof wurde näher diskutiert.

Die nächste Schülerratssitzung findet am 17. Mai 2019 statt.

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