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12:42 Uhr: Operation Walküre
In Gedenken an unseren Namenspatron
Von Lukas Harper, 9d (überarbeitete Erneutveröffentlichung, zuerst gepostet am 20.07.2022)
Mit dem deutschen Überfall auf Polen beginnt am 01.09.1939 der zweite Weltkrieg. Initiator dieses Krieges war Adolf Hitler. Sein Regime ermordete systematisch Menschen wegen ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer Sexualität oder weil sie sich der Terrorherrschaft entgegenstellten.
Lange vor diesem Angriff plante Hitler schon einen Krieg, um das Deutsche Reich als Weltmacht aufzubauen und den geforderten Lebensraum an sich zu reißen.
Der sechs Jahre anhaltende Krieg kostete 75 Millionen Menschen das Leben. Darunter 27 Millionen Sowjetbürgerinnen, 15 Millionen Chinesen und über 6 Millionen Jüdinnen und Juden. Familien wurden auseinandergerissen, ganze Städte und Regionen zerstört und über 65 Staaten beteiligten sich an diesem Zweiten Weltkrieg. Europa lag in Trümmern und eine ganze Generation wurde ihrer Möglichkeiten zur freien Entwicklung beraubt.
Vor den Nationalsozialisten (kurz Nazis), also dem Gefolge Hitlers, flüchteten zahllose Menschen, insbesondere Juden aus dem Deutschen Reich, da sie dort nicht mehr sicher waren und jederzeit mit Verfolgung und Deportation (Verschleppung) rechnen mussten.
Offizier Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg war ein enger Vertrauter Hitlers. Nach und nach sah Stauffenberg die Gräueltaten des Regimes und wollte seinen Teil dazu beitragen, aus dem Inneren der Truppe zu handeln. Sein Bruder und er taten sich mit Hans-Ulrich von Oertzen, Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld, Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg und Adolf Friedrich Graf von Schack zusammen, um ein Attentat auf Adolf Hitler zu planen und durchzuführen. Manche von Ihnen waren hochrangige Offiziere, die sich von den Machenschaften des Hitler-Regimes abgewandt hatten. Gemeinsam hatten sie ein Ziel: Sie wollten Hitler tot und den Krieg beendet sehen.
Es war 12:42 Uhr, als am Donnerstag, den 20. Juli 1944, eine Explosion aus Hitlers Hauptquartier in Ostpreußen ertönte. Stichflammen schossen aus dem Hauptquartier Hitlers und von überall schrien Leute nach Ärzten. Nach jahrelangen Überlegungen und gescheiterten Versuchen hatte es nun scheinbar endlich funktioniert. Die Führungsriege der nationalsozialistischen Terrorherrschaft schien ausgeschaltet, allen voran der Diktator selbst.
Doch was war passiert: Graf Stauffenberg wurde zu einer Besprechung in die Wolfsschanze, dem „Führerhauptquartier” Hitlers, geladen, um an einem Vortrag teilzunehmen. Stauffenberg gehörte zum engeren Kreis und konnte sich somit in Hitlers Nähe begeben. Unter einem Vorwand gelang es dem Adeligen, sich aus dem Staub zu machen und in Richtung Flugplatz Rastenburg zu fliehen. Zurück ließ er seine Aktentasche mit einer Sprengladung, welche in der Nähe des Diktators stand. Stauffenberg wurde in Berlin von seinen Mitgeschworenen erwartet, um das riskante Manöver in die Wege zu leiten.
Als am Abend die Radiosender vom Anschlag auf Adolf Hitler und dessen überleben berichteten, wendete sich der Tag zum Schlechten: Die Mitwirkenden des Plans wurden schnell gefasst und festgenommen. Stauffenberg wurde mit drei weiteren Flüchtenden von den Gefolgsleuten Hitlers sofort des Hochverrats schuldig gesprochen und erschossen. Er wurde 36 Jahre alt. Hunderte weitere Regimegegner ließ Hitler hinrichten und ihre Familien verschleppen.
In den nun folgenden letzten zehn Monaten des Kriegs wurden in Deutschland doppelt so viele Menschen als in den vorigen fünf Kriegsjahren ermordet. Auch die Bombenangriffe nahmen zu. Die letzte Phase des Krieges sollte noch einmal an grauenhafter Intensität zunehmen.
Adolf Hitler beging am 30. April 1945 Suizid im „Führerbunker“ unter der Reichskanzlei in Berlin, um der Gefangennahme durch die vorrückende Rote Armee zu entgehen. Historikern zufolge starb er durch einen Schuss in den Kopf sowie die Einnahme einer Zyankalikapsel.
Am heutigen 20. Juli 2022 gedenken wir, die Schulgemeinschaft des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums in Flörsheim, unserem Namensgeber Graf von Stauffenberg für seine heldenhafte, aber auch sehr riskante Tat. Er ist uns Vorbild: Ungerechtigkeit, Diskriminierung, Antisemitismus, Willkür und Verletzung von Menschenrechten wollen wir nie wieder dulden. Mehr noch: Wir wollen uns dagegen wehren.
Quelle des Beitragsbildes: dpa (Deutsche Presseagentur), andere Bilder: Pixabay
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HEADLINE wünscht schöne Ferien!
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HEADLINE ist die beste Online-Schülerzeitung Deutschlands
Heute Mittag wurde HEADLINE im Bundesrat der Bundesrepublik Deutschland durch Bundesratspräsidenten Bovenschulte als beste Online-Schülerzeitung aller Gymnasien in Deutschland ausgezeichnet.
„Die Schülerzeitung HEADLINE setzt auf Qualität.“
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“Das ist kein Konzert, das ist ein Fest“
Sommerkonzert des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums am 2. Juni 2026
Ein Beitrag von Henriette Rösch, 10b
Frau Schroer zeigt schon seit Jahren viel Einsatz für unseren Schwerpunkt Musik, in dem sie sowohl beim Chor am Klavier, als auch bei der Big Band mit der Oboe mitwirkt.
Obwohl Frau Schroer letzteres schon viele Jahre gespielt hatte, lag eine Pause von acht Jahren zwischen ihrem letzten Spiel und dem Beginn der Übungen für das diesjährige Konzert.
Doch das merkte man weder ihr, noch der gesamten BigBand auch nur ein Bisschen an. Und auch das Publikum war von dem, was unser Schwerpunkt Musik dieses Jahr wieder auf die Beine gestellt hatte, sehr begeistert. -
Die Nacht
Eine Kurzgeschichte von Emma Hulbert, 7b
Ich hätte nicht gedacht, dass der Wald in Südtirol so belebt ist. Vögel zwitschern, Blätter rascheln und in der Ferne kann ich einen Bach munter gluckern hören. Voller Eifer spaziere ich mit meiner Mama durch die grüne Wildnis. Der Boden ist weich und die Luft ist frisch und sauber, wie nach einem Sommerregen. Es macht mir nichts aus, dass wir zu unserer Ferienhütte laufen müssen, im Gegenteil: Die Natur fasziniert mich. Vor uns flattert ein Schmetterling. Er lässt sich auf einer wunderschönen, prachtvollen Blume nieder.
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Der Käfig
Ausgezeichnet beim Europäischen Wettbewerb „Hier bin ich Mensch – Hier darf ich sein“
Eine Kurzgeschichte von Nisa Bagceci, 10a
Vorsichtig trete ich dem goldenen Käfig näher. Seine Tür ist geschlossen. Die schneeweiße Taube schaut mich mit ihren dunklen Augen an und gurrt leise. Ich merke, dass ihre Futterschale leer ist. „Hey, kleine…“ Ich strecke meinen Arm raus, um den Käfig zu öffnen und die Futterschale der Taube wieder aufzufüllen, aber etwas hält mich davon ab.
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Eingang zugemauert, Hintertür sperrangelweit offen
Warum das KI-Verbot am GSG scheitern wird
Ein Kommentar von Lukas Harper, 9d
Seit vergangenem Mittwoch sind ChatGPT, PerplexityAI, Microsoft Copilot und Co. auf unseren schulischen iPads gesperrt. Nachdem zu Beginn des zweiten Halbjahres auch die Handys aus der Schule verbannt wurden, sind wir nun komplett in die entdigitalisierte Steinzeit zurückgekehrt.
Nun ja. So schlimm ist es dann ja doch nicht. Und die Sperre für sämtliche künstliche Intelligenzen hat ja auch einen Grund: Es wurde ausgenutzt. -
Der Hype um Skinny Culture
Ein Kommentar von Chiara Mosca
„Nichts schmeckt so gut, wie es sich anfühlt, dünn zu sein“ dieser Satz -beziehungsweise die englische Originalversion „nothing tastes as good as skinny feels“- kam vom Model Kate Moss in den 90er Jahren und wird heute, sowie damals als sehr kontrovers angesehen. Wenn man bedenkt, was für einen großen Einfluss Moss auf junge Mädchen hatte, ist die Kritik auf jeden Fall gerechtfertigt.
Die 90er waren dafür bekannt, dass die Models der Zeit dünner denn je waren. Wobei dünn kein Ausdruck ist, abgemagert trifft es eher.
Wie schon immer kehren Trends zurück und damit auch der sogenannte „Heroin chic“ Trend. Wie es sich mit dem Namen vermuten lässt, ist die Ästhetik von sehr dünnen Körpern, dunklen Augenringen und ungekämmten Haaren geprägt. Es war trendig, drogenabhängig auszusehen. -
About Seeing Worms
Ein Essay von Yewon Lu
Ever since I could remember and therefore see, I noticed a curious spotting in my vision. It is slender, the body of a worm but translucent and crippled. Kind of like a microorganism spotted under an optical microscope. You know, the kind where you stick one eye into the eye piece and when lucky you can vaguely make something out? A bacterium of some sort. Maybe I did not pull my eye out fast enough so that the worm transcended through the tube, through the lens and burned right into my right eye.
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Haben wir schon aufgegeben?
Von „Marktplatz Gesellschaft“ und „Wir schaffen das!“
Ein Kommentar von Luca Antonio Pavone
Von „How dare you?“ und „Ihr habt meine Träume und meine Kindheit mit euren leeren Worten gestohlen“ (Greta Thunberg 2019) zu „Fuck it, ich hab gelebt“ (Zartmann 2024).
Haben wir schon aufgegeben? Haben uns der Krieg in der Ukraine, Spannungen im Nahen Osten, Umweltkatastrophen wie im Ahrtal und Waldbrände in Frankreich oder Spanien, der Rechtsruck unserer Gesellschaft, Inflation, die Frage nach der Rente, Trump, der drohende Jobverlust durch KI, der nicht mehr für alle bezahlbare Führerschein und ein marodes Schienennetz all unsere Hoffnung genommen? Diese Vielzahl an Krisen erzeugt bei vielen Jugendlichen – auch bei mir – ein Gefühl der Überforderung und Ohnmacht. Welche Folgen für den Lebensstil junger Menschen haben diese Ereignisse, und wie steht dieser im Kontrast zu der Auffassung unseres Bundeskanzlers: „Wir müssen wieder mehr arbeiten!“? Sind junge Menschen einfach faul? Haben wir sie vergessen? Oder muss Politik den Fokus von der Befriedigung des Willens der Generation, die sie wählt, auf die richten, deren Lebensrealität langfristig verändert wird?































